Margitta Sharma

Tätigkeitsschwerpunkte:

Behandlung des Bewegungsapparats, Hufbearbeitung, rehabilitierendes Training, Schiefentherapie,

körperfreundliches Reiten für Pferd und Mensch


Ausbildung:

2001 - 2004: abgeschlossene Ausbildung zur staatl. geprüften Umweltschutztechnischen Assistentin

2004 - 2006: abgeschlossene Tierheilpraktikerausbildung mit Spezialisierung auf Pferde und Akupunktur an der Akademie für Tiernaturheilkunde ATM in Bad Bramstedt einschließlich Teilnahme an Seminaren zu den Themen:

Anatomie, Physiologie und Pathologie des Bewegungsapparats, der Haut, des Nervensystems, der Atmungsorgane, von Herz und Kreislauf, des Verdauungsapparats, des Urogenitalapparats

Immunologie

Ernährung und Diätik des Pferdes

Ethologie des Pferdes

Homöopathie

Akupunktur

Humoralverfahren, Blutegeltherapie, Organtherapie

Phytotherapie (Therapie mit Heilpflanzen)

Manuelle Therapie (klassische Massage, Lymphdrainage)

Praktika zur Propädeutik, zu den Naturheilverfahren, mit Praxisfällen

Fortbildungen:

Praktikum beim Fachtierarzt für Pferde Dr. med vet Wyrwoll

Seminar: "Praktische Pferdebeurteilung und Hufpflege" an der Kölner Pferdeakademie

Praktikum in der Pferdeklinik Burg Müggenhausen

Akupunkturkurs bei Carola Krokowski

jährliche Fortbildung auf den THP-Tagen des FNT

Akupunkturseminar bei Michaele Pütz

2010: Huftrimworkshop bei NHC-Practitioner Daniela Warkow-Fries

2011: Praktikum in der Pferdeklinik Burg Müggenhausen

2012: Fortbildung auf den THP-Tagen des FNT (Zahnerkrankungen, Interpretation Blutbild, Werbung und Recht, Grundlagen der Mykotherapie, Endokrinologie beim Kleintier, Einführung in die Radionik)

2013: Tagesseminar “Zivilisationserkrankungen beim Pferd” bei Dr. Tina Ritter

Tagesseminar “Akupunktur in der Krebstherapie” bei Dr. Are Thoresen

Workshop: Integrated Equine Performance Bodywork bei Jim Masterson

2014:Ausbildung “Kraniosakraltherapie Pferd” bei Katja Eser

2015: Beyond Horse Massage: The Masterson Method: Integrated Equine Performance Bodywork Workshop bei Diane Howard

2016: Symposium des MTAP- Verbandes (Manuelle Therapie am Pferd)

Webinarreihe: Nährstofflehre in der Pferdefütterung mit Conny Röhm

Webinar: Kotwasser bei Pferden mit Conny Röhm

2017: Symposium des MTAP- Verbandes (Manuelle Therapie am Pferd)

2018: Körperschulung für Reiter bei "Das Bewegungslernen" mit Roland Pausch

 

Reiterlicher Werdegang

mit 6 Jahren durfte ich einmal in der Woche Ponyreiten

mit 8 Jahren habe ich mit regelmäßigem Reitunterricht in einem Reitverein begonnen

mit 10 Jahren bekamen meine Schwester und ich unser eigenes Pferd, eine Traberstute mit Rennbahnerfahrung. Ich erhielt Unterricht auf ihr in einer herkömmlichen Reitschule bei einer Reitlehrerein aus dem Dressursport

mit 14 Jahren durfte ich mit meiner Stute ausreiten und war fortan viele Kilometer im Gelände unterwegs. In der Reitbahn musste ich unter dem Druck meines Umfelds gegen mein Gewissen mit Ausbindern reiten

mit 16 Jahren stellte ich in Frage, was ich bisher über das Reiten gelernt hatte, suchte nach Alternativen und fand Antworten in dem Buch „Mit Pferden Tanzen“ von Klaus Ferdinand Hempfling. Hier entstand meine Überzeugung, dass mechanische Zwangsmittel unnötig und versammeltes Reiten am losen Zügel möglich ist.

Mit 24 Jahren war meine Traberstute nicht mehr reitbar. Von nun an hatte ich die Gelegenheit, verschiedene Pferde zu reiten. Es gab im Reitstall immer jemanden, der froh war, wenn sein Pferd bewegt wurde. So hatte ich nacheinander Reitbeteiligungen an einem Friesen, einem großen Warmblut, einem Connemarapony, einem Appaloosa, einem Reitpony, einer Cartujano Stute, sowie eine Pflegebeteiligung an einer jungen ungerittenen PRE-Stute

Parallel nahm ich etwa ein Jahr lang Unterricht bei Marie Massmann, einer von Richard Hinrichs ausgebildeten Klassisch-barock-Trainerin auf ausgebildeten Schulpferden und danach noch eine zeitlang mit einem Reitbeteiligungspferd

Zwischenzeitlich belegte ich drei Lehrgänge im berittenen Bogenschießen, was sehr zu meiner Sicherheit auf dem ungesattelten Pferd beitrug

Gelegentlich nahm ich Unterricht bei Sybille Wiemer auf zwei meiner Reitbeteiligungspferde

Mit großem Interesse beobachtete ich jedes Jahr Vorführungen Trainer verschiedenster Reitweisen auf Messen und besuchte Reitseminare als Zuschauer, z.B. im Reitzentrum Reken

Mit 34 wurde ich über zwei Jahre von 2016 bis 2018 mentorhaft begleitet von einem Pferdephysiotherapeuten und Bereiter, der mir auf verschiedenen Pferden Reitunterricht gab und mir wertvolle Aha- Erlebnisse zur Beeinflussung und Beurteilung der Bewegungsqualität lieferte.

Während dieser Zeit begann ich nach Anfragen meiner Kunden, mit deren Pferden ich bereits gymnastizierend am Boden gearbeitet hatte, auch Beritt und Reitunterricht anzubieten. So konnte ich weitere vielfältige Erfahrungen sammeln, mit verschiedenen Pferdetypen, die verschiedene Problemstellungen mitbrachten.

Mit 36 hatte ich das Buch „Feines Reiten in der französischen Tradition der Legerete“ von Jean Claude Racinet durchgearbeitet. Danach sein Buch „François Baucher- Enfant terrible oder Genie?“

Außerdem nahm ich ein halbes Jahr lang monatlich Unterricht in der altklassischen Reitkunst bei Eddy Willems

Heute bin ich 37. Nachdem von Anbeginn an immer der Wunsch nach einer freundschaftlichen Beziehung und feinen Kommunikation mit dem Pferd mein Hauptgesichtspunkt war, sind die letzten vier Jahre meines reiterlichen Werdegangs sehr durch die Zielsetzung gesunder, verschleißfreier Bewegungsabläufe geprägt. Methoden und Lektionen sind sekundär und können aus verschiedenen Reitweisen stammen, vorausgesetzt sie sind fair, gewaltfrei und für das Pferd verständlich. Mit dieser Priorität, das Pferd unter dem Reiter gesund zu erhalten, weg von der Zielsetzung sportlicher Leistungen oder Beherrschung des Pferdes entsteht das freundschaftliche Verhältnis und sogar die Kontrollierbarkeit des Pferdes ganz nebenbei. Jegliche Hilfengebung, die nicht darauf abzielt, immer feiner zu werden, verbietet sich dadurch von selbst. Ich habe seitdem viel aus der altfranzösichen Reitlehre übernommen, aber auch Aspekte von den Ursprüngen der deutschen Reitlehrer, dem Horsemanship und der Freiarbeit, habe auch eigene Übungen entwickelt und kann Seitengänge, Übergänge und Bahnfiguren gezielt einsetzen, nachdem ich verstanden habe, wie genau sie dem Pferd biomechanisch helfen können, wie sie in den Bewegungsablauf eingreifen können. So konnte ich auch beginnen, mich bewusst im richtigen Timing zu schulen, um einzelne Gliedmaßen während der Fußfolge beeinflussen zu können. Ich habe die Themen Schiefe, Vorderlastigkeit, Drehen im Sprunggelenk, Dehnungshaltung etc sehr intensiv durchdacht und mich dazu mit Physiotherapeuten, Osteopathen und Trainern in spannenden Diskussionen ausgetauscht.

Meine Reitausbildung erfolgte bisher und höchstwahrscheinlich auch in Zukunft zum großen Teil autodidaktisch und durch Beobachtung. Seit einigen Jahren kontrolliere ich mein Reiten kontinuierlich durch Videonalyse. Dies ist die Schulung des bewussten Anteils des Reitens. Der intutitive Teil wird geschult durch Tun, also durch Versuch und Irrtum, wobei das Belohnungssystem des Hirns immer dann anspringt, wenn das Pferd sich meiner Vorstellung von gesunden Bewegungsabläufen annähert.

 

Meine reiterlichen Vorbilder:

Nuno Oliveira, Otto Lörke, Jean Claude Racinet, Philippe Karl, Jean-Luc Cornille,  Manuel Jorge de Oliveira, Marc de Brossia, Konstanze Kopta, Anja Beran und viele mehr

 

Stand 30.01.2020

 

Update 08.04.2020

Neuerdings erweitert mein Pflegepferd, eine 11jährige Islandstute meinen reiterlichen Horizont in die Welt der Gangpferde hinein. Ich kann nicht genug betonen, wie lehrreich in Sachen Biomechanik das Arbeiten mit unterschiedlichen Rassen ist.